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Prinzipien des Qigong und Tai Chi10) Ohne Anfang, ohne Ende, ohne Stoppen Wir stehen in der letzten Figur „Kreuz“ und üben „den nahtlosen Übergang zur Eröffnung“. Oberflächlich gesehen geht es zunächst um den steten Fluss der Bewegung. Dies ist somit ein Gegensatz oder eine Ergänzung zur Stehmeditation, bei der ja gar kein Bewegungsfluss vorhanden ist. Bei anderen Kampfkünsten sind Beginn und Ende einer Technik oft klar erkennbar. Klar festgelegt sind sie auch beim Tai Chi, nur werden sie in einer steten Bewegungsfolge ausgeführt entsprechend einem langsam strömendem Fluss oder wie Seideziehen, als würde man einen langen Seidenfaden aus einem Kokon ziehen oder stetig kreisförmig wickeln. Die Endpunkte der Tai-Chi-Figuren sind also ideell und dauern nur „ein Blitzlicht“ lang, ohne dass es tatsächlich zu einem Anhalten kommt. Dies ist wichtig bei der Ausbildung des Dachverbandes Deutscher Taichi-Bund (s. Sektion Taijiquan Dachverband: Taijiquan Dachverband Prinzipien des Qigong und Tai ChiHilfreich ist es dabei, stets weiterzuatmen, sodass auch der Atem nicht stockt. Zudem soll natürlich auch die Aufmerksamkeit synchron ohne Stocken mit den Bewegungen weiterfließen. Und damit nicht genug: Auf der energetischen Ebene gilt: Auch die Energie soll ohne Stocken weiter fließen ähnlich einem Kreis, der nicht endet. Gefordert ist damit auch die unaufhörliche Wachheit. Der Kampfgeist soll ohne Ablenkung stets gegenwärtig bleiben. Dies ist ein sehr meditativer Aspekt, den man oft mit dem Spiegelbild des Mondes in einem strömenden Fluss erklärt: Das Bild des Mondes bleibt und ruht, aber das strömende Wasser ist stets anderes. |
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